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andrea witzmann |
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Im Windschatten der Aussicht verschwimmen Panorama und Peripherie. Monotonie und Müßiggang ertrinken in der Schönheit unter endlos blauem Himmel. Und die Zeit steht still in einem Foto. Trotz allgegenwärtigem Terror am Horizont. Allein auf Tisch und Stuhl sitzt das Hier und Jetzt träge dahinschmelzend. Ich fahre ins Tal. Wind bläht den Anorak zornig und hilflos tränen meine Augen. Die letzte Abfahrt führt unweigerlich in die nahende Nacht, die alle Farbe auslöscht. Die Dinge fügen sich dem Gefallen. Mir fällt es zu sie anzustoßen, damit sie fallen. Mit Bedacht den Abzug ziehen, um das Bild aus dem Lauf der Zeit zu lösen. Funktion und Materialität der Dinge befinden sich in sichtbarem Widerspruch zur Ordnung und Aufgabe ihres Entstehungsgrundes. Die Anordnung im leeren Raum lässt das Auge Verwandtschaft und Sinn in anderer Weise als in der Eignung der Dinge suchen. Aus dem ursprünglichen Zusammenhang entfernt wird der Gegenstand Teil einer abgebildeten Wunderkammer, einzig und allein dazu da, den Sinnen aus der Ferne ungreifbaren Genuss zu stiften. Fenster auf das Selbstverständnis des Augenblicks. Ich öffne die visuelle Konserve, ein Geräusch oder Geruch der digitalen Frucht entsteht, ein steriles Hybrid des eigenen Erlebnisses, das abgerufen werden kann. |
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