andrea witzmann
Im Morgengrauen erwarte ich die Sonne, fange einen Fisch und betrachte seinen Tod. Die starre Glut des Feuers brennt mir Rauch und Müdigkeit in die Sinne. Warten auf das richtige Licht, die passende Gelegenheit, den Moment, dass es beginnt oder aufhört. Warten auf den Einsatz, die volle Note, das Spiel, die Überwindung der Strecke und das Ende der Fahrt; den erlösenden Abend, den Schlaf, das Wiedererstarken der Wünsche. Geduldige Anstrengung bis der reine Ton erklingt, der Schweiß ausbricht, die Muskeln ermüden, die Freude sich in Erschöpfung ergibt. Warte, beweg dich nicht. Lass mich aus dem Stein einen kleinen Stein hauen der bis in alle Ewigkeit unentdeckt auf seinen Auftritt wartet. Was schreist du? Ich versteh nicht mehr, ich schlafe endlich - unwiderruflich. Lange habe ich gewartet tausend Stunden ohne Ruhe zu finden. Allein das Glück schmerzlicher Erschöpfung habe ich dir zu verdanken; wenn auch erfüllt, ganz und total im Rausch der Stärke des kalten Wassers fehlt der Mut unterzugehen.
(L) O V E (R)